LÆV ist keine feste Skulptur.
Es ist ein modulares System, das entwickelt wurde, um Lichtstrukturen durch Montage, Interaktion und Wahrnehmung zu erzeugen. Jedes LÆV-Objekt besteht aus präzisionsgeschnittenen Acrylelementen, die durch ein System von Schlitzen und Überschneidungen verbunden werden. Anstatt eine einzige endgültige Form zu definieren, ermöglicht das System Strukturen, sich in Abhängigkeit davon zu entwickeln, wie die Elemente kombiniert werden. Das Ergebnis ist eine Lichtskulptur, die sich mit der Ausrichtung, den Lichtverhältnissen und der Anordnung ihrer Teile ändert.
Das LÆV-System basiert auf drei fundamentalen Rollen: Träger, Verbinder und Störer.
Träger bilden das strukturelle Fundament einer Skulptur. Sie definieren die Hauptgeometrie und halten die Komposition zusammen. Ihre Position bestimmt das Gesamtgleichgewicht der Struktur.
Verbinder verknüpfen verschiedene Ebenen und Elemente.Sie ermöglichen es, dass Teile sich überschneiden und räumliche Beziehungen zwischen einzelnen Komponenten entstehen. Verbinder stabilisieren die Struktur und ermöglichen gleichzeitig komplexe Anordnungen.
Störer führen Asymmetrie und Variation ein. Sie unterbrechen regelmäßige Muster und erzeugen visuelle Spannung innerhalb der Skulptur. Durch das Verschieben von Gleichgewicht und Richtung verwandeln Störer einfache Anordnungen in dynamische Kompositionen.
Da jedes Element auf vielfältige Weise gedreht und kombiniert werden kann, kann ein einziger Satz von Komponenten eine große Anzahl unterschiedlicher Strukturen erzeugen. Kleine Änderungen in der Ausrichtung oder Platzierung verändern die gesamte Komposition. Dies macht jede Anordnung einzigartig, obwohl sie demselben zugrunde liegenden System folgt.
Die Skulptur wird daher nicht durch eine feste Form definiert, sondern durch eine Reihe struktureller Möglichkeiten.
Licht spielt eine zentrale Rolle im LÆV-System.
Die Acrylelemente interagieren mit Licht durch Reflexion, Brechung und Schattenprojektion. Wenn sich die Skulptur ändert, ändert sich auch das Verhalten des Lichts. Oberflächen fangen Licht ein und lenken es um, wodurch wechselnde Farbreflexionen und geometrische Schatten entstehen.
Aufgrund dieser Interaktion wird Licht zu einem Teil der Struktur selbst, anstatt etwas zu sein, das auf sie angewendet wird.
LÆV-Strukturen sollen nicht statisch bleiben. Es sind Systeme, die eine kontinuierliche Neuinterpretation durch Montage, Ausrichtung und Licht ermöglichen. Jede Konfiguration offenbart eine andere Beziehung zwischen Struktur und Wahrnehmung.
Anstatt ein einzelnes Objekt zu produzieren, ermöglicht das LÆV-System die Schaffung vieler möglicher Lichtskulpturen aus demselben Satz von Elementen.
LÆV definiert keine einzelne Skulptur, sondern ein System zur Schaffung vieler.